Hochsensibilität

 

Seit geraumer Zeit beschäftigt mich das Thema Hochsensibilität, also der Bereich der "Neuropsychologie".  Demnach ist die Hochsensibilität ein Phänomen, bei dem Betroffene besonders intensiv auf Reize reagieren, diese stärker wahrnehmen und auch längere Zeit benötigen, um diese zu verarbeiten. Diese ausgeprägte Empfindsamkeit kann sich körperlich, seelisch und geistig auswirken.

 

Hochsensibilität ist keine Krankheit  oder Störung sondern eine genetische Disposition. Dies bedeutet, daß das Nervensystem Eindrücke, Ereignisse & Informationen umfassender und tiefgründiger bearbeitet und aufnimmt als durchschnittlich sensible Menschen. Durch die ständige bewusste oder unbewusste Wahrnehmung der Umwelt (äußere als auch innere) entsteht häufig eine Reizüberflutung, was z. B. zu Überreaktionen führen kann in Form von Angststörungen oder Schlafprobleme. Die Betroffenen fühlen sich "anders" oder "nicht belastbar" oder "schwach". Auf längere Sicht entstehen nicht selten Burnout, Depressionen oder auch Suchtprobleme. Häufig treten weitere belastende Faktoren auf:

  • Gefühl der Überforderung
  • Überreizung und Schwächegefühl
  • Neigung zu Überreaktion
  • Reizüberflutung führt zum Rückzug oder zum "Ausrasten"
  • erhöhte Empfindlichkeit, z.B. bei Kälte, Hitze, Schmerzen, Licht, Lärm usw.
  • Tendenz, die eigenen Bedürfnisse nicht richtig wahrzunehmen
  • Neigung, sich anzupassen und die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen
  • Persönliche Stressgrenze wird wegen Anpassungsdruck an "Normalsensible" oft überschritten
  • oftmals fehlendes Gefühl für die eigene Belastbarkeit
  • ausgeprägtes Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug, das aber oft ignoriert wird
  • Das Setzen von Grenzen wird als schwierig empfunden
  • Reduziertes "Körpergefühl", der eigene Körper wird eher als Belastung empfunden
  • Oft verbunden mit typischen Stresserkrankungen wie z.B. Burn-Out. Allergien und Unverträglichkeiten kommen ebenfalls häufig vor

Hochsensibilität betrifft etwa 15 - 20 % der Bevölkerung. Frauen und Männer sind gleich häufig "betroffen". Überdurchschnittlich viele davon zählen auch als hoch- oder vielbegabt. Ein erster Schritt, um mit der Disposition "Hochsensibilität" klar zu kommen ist Erkennen und Akzeptanz. Oft ist Hilfe von Außen sehr hilfreich, um seelische Balance wieder zu finden und um krankhafte Entwicklungen zu verhindern oder zu heilen. Als Spezialistin für Hochsensibilität kann ich Sie mit geeigneten Übungen aus der Achtsamkeitspraxis, aber auch in Form von Lösungsorientierter Kurzzeittherapie und Beratung unterstützen.